Unsere Methoden


Unser Alltag ist geprägt von klaren Strukturen, notwendigen Grenzen und Akzeptanz der individuellen Persönlichkeit. Dadurch, dass die Trägerfamilien mit im Haus leben, bietet sich eine besondere Form des Zusammenlebens geprägt von Zusammengehörigkeit und Wärme. Die Kinder und Jugendlichen leben in architektonisch ansprechend gestalteten Häusern, die nach den Bedürfnissen um- und ausgebaut wurden.

Soziale Förderung

Soziale Förderung macht die Bereitstellung sozialrelevanter Rahmen­bedingungen und Strukturen notwendig. Realisiert wird dies in unserer Einrichtung durch einen strukturierten Tagesablauf (Mittagessen, Freizeitplanung, Hausaufgabenbetreuung) und klare Hausregeln. Die Bereitstellung von selbstgestalteten Gruppenräumen ermöglichen das Erleben von Geborgenheit und Stabilität, regen zu gezielten Aktivitäten an und unterstützen das Erleben von Gemeinschaft. Das Einüben von angemessenem Sozialverhalten ereignet sich in alltäglichen Situationen, wie z.B. bei gemeinsamen Gruppenaktionen, Unternehmungen wie Sport und Schwimmen und Ausflügen.

Durch die Reflexion des Sozialverhaltens in Einzel- und Gruppen­gesprächen, können auftretende Konflikte thematisiert werden und besondere Probleme klar erfasst und eingegrenzt werden.
Mangelhaftes Kommunikationsverhalten gegenüber Erwachsenen, Gleichaltrigen und Freunden kann durch die Einübung von Kommuni­kations­strukturen ausgeglichen werden. 

Die Übernahme von täglichen Diensten, Ämtern und Verantwortlich­keiten wie Tisch- und Ordnungsdienst, tragen zur Förderung der Verselbständigung bei und führen zu einer Verbesserung der Alltagsbewältigung.

Das Erlernen und Strukturieren lebenspraktischer Fertigkeiten halten wir für besonders bedeutsam. Dazu gehören Einkaufen, der Umgang mit Geld, Kochen, die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Aufräumen und Putzen, kleinere Reparaturen und der Umgang mit Werkzeug. Des Weiteren geben wir Hilfe bei der Strukturierung des Tages- und Wochenablaufes im Lebensfeld des Kindes (z.B. Freunde, Vereine und andere Verpflichtungen).

Emotionale Förderung

Zielgerichtete und pädagogisch geplante Beziehungsangebote bilden die Grundlage einer angemessenen emotionalen Förderung. Dabei sind die Vermittlung von Normen, die Entwicklung von Zukunftsperspektiven, aber vor allem das Vorleben eines positiven Identifikationsmodells von besonderer Bedeutung. 

Spontane, auf die emotionalen Bedürfnisse der Kinder abgestimmte Kontakte, wie das "in den Arm nehmen", empathische Gespräche und Trösten können zu einer emotionalen Stabilisierung beitragen. Das Erlernen und Einüben von Eigenreflexion durch Einzelgespräche kann zur emotionaler Entlastung führen.
Unsere Einrichtung gibt Hilfestellung bei der Einschätzung und Beurteilung der eigenen und familiären Situation. Rollen werden bewusst gemacht, das Annehmen der eigenen geschlechtlichen Identität wird unterstützt und die Entwicklung eines angemessenen Geschlechtsrollenverhaltens gefördert. Gruppenspiele und Sport, übergreifende Projekte und jahreszeitlich abgestimmte musische Angebote tragen zur Förderung der Kreativität bei.

Wir begleiten die Kinder in Krisensituationen durch Einzel- und Gruppengespräche, Rollenspiele, und Klärungsgesprächen mit Eltern und Lehrern. Weiterhin vermitteln und begleiten wir die Kinder in besonderen Situationen durch die Kooperation mit externen Facheinrichtungen (z.B. Ergotherapeuten, Psychologen, Heckscherklinik, Kinder- und Jugendpsychiater, Logopäden).

Kognitive Förderung

Vorraussetzung für die kognitive Förderung ist zunächst die Förderung der Arbeitshaltung und Motivation. In der Heilpädagogischen Tagesstätte Fuchsbau wird dies durch die tägliche strukturierte Begleitung des Kindes bei der Erledigung der Hausaufgaben erreicht. Dazu gehört auch die Kontrolle der Hausaufgaben und die Kontrolle des Lernerfolgs.

Bei Bedarf bieten wir ein Angebot an Nachhilfe. Wir stellen schulisches Lernmaterial, Schul- wie auch Kinder und Jugendbücher, Spiele, Lern und Trainingsprogramme für Computer und Jugendzeitschriften zur Verfügung.
Absprachen mit Eltern und Lehrern dienen der Überprüfung von Verbindlichkeiten.
Wir bieten gezielte Einzelförderung bei besonderen Schwierigkeiten wie z.B. bei Teilleistungsstörungen oder Konzentrationsstörungen.

Durch Kontakte zu Lehrern und durch die enge Zusammenarbeit mit der Schule können Probleme frühzeitig erfasst werden. Unsere Einrichtung kann dadurch entscheidend an der Entwicklung und Vorbereitung bestmöglicher schulischer Zukunftsperspektiven mitwirken. 

Physische Förderung

"Bei den 6 bis 9 jährigen und den 10 bis 11- jährigen stellen Kinderärzte bei jedem vierten Kind (23 bzw. 24 Prozent) Haltungsschäden fest, bei den 12 bis 14-jährigen sogar bei jedem dritten Kind (34 Prozent)."

Kinderärzte verordnen zur Behandlung und Vorbeugung von Haltungsschäden eine regelmäßige sportliche Betätigung und die Bewegung unter Anleitung. 
Die Wohnfamilie Ohnesorg bietet ein reichhaltiges Angebot für sportliche Aktivitäten:
 
  • Turnen
  • Mannschaftssport
  • Schwimmen im Cambomare in Kempten oder in den eigenen Bädern
  • Wandern
  • Eislaufen
  • Sportliche Events wie die schwäbischen Heimmeisterschaften
  • Skifahren, Snowboarden
  • Klettern
  • Hallensportarten
  • Tischtennis

Ernährung, Gesundheit und Hygiene

Die Wohnfamilie Ohnesorg beschäftigt in jedem der Häuser Hauswirtschafterinnen/-meisterinnen. Somit ist für eine ausgewogene Ernährung durch frisch zubereitete Speisen gesorgt. Am Wochenende kochen die Gruppen immer selbst.

Dabei werden die Kinder mit einbezogen und beteiligen sich beim Einkauf, der Auswahl der Zutaten und der Zubereitung der Speisen. Die Kinder bekommen dadurch die Notwendigkeit, Sinn und die praktische Durchführung gesunder Ernährung vermittelt.
Eine körperliche und gesundheitliche Abklärung bei der Aufnahme in unsere Einrichtung, gibt Aufschluss darüber, ob Vorerkrankungen oder Allergien vorliegen.

Die notwendige Medikamentengabe erfolgt nach Absprache mit den Eltern und dem zuständigen Arzt. Wir leisten Unterstützung bei der Gesundheitsvorsorge (Ernährung, Bewegung, Körperpflege, Beratung der Eltern). Wir helfen bei der Aufklärung im sexuellen Bereich nach Rücksprache mit den Eltern.

HIV- und Suchtprävention geschieht durch Aufklärung und Interventionen im pädagogischen und psychologischen Bereich.

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